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Fotos und Text: Eberhart Herrmann
WINTER: Schafleger
| Gamskogel
SOMMER: Wanderungen
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Gamskogel 2659m
Talort: Grinzens 928m bei Axams / Tirol
Anfahrt
Von Axams kommend biegen wir nach Grinzens ab. Nach 2 km überqueren
wir eine Brücke und fahren links hinauf zum Sportcafe´
(950m) wo wir gegen Gebühr parken können.
Übernachtungsmöglichkeit: Kemater Alm 1673m
Tip: Unbedingt den hausgemachten Apfelstrudel probieren!
Aufstieg Hütte: 720 Hm ca. 2 Std
Aufstieg Gipfel: 1000Hm 3-3,5 Std
Charakter
Mäßig schwierige Skitour mit etwas höherer Lawinengefährdung
bei der Hangquerung unterhalb von Riepenwand und Schlicker Seespitze
vor dem Erreichen des Seejöchls. Kritische Hangrichtung Nord-Nordwest.
Tourverlauf
Aufstieg Hütte
Wir folgen dem wenig steilen Rodelweg zur Kemater Alm (im Frühjahr
gegen Maut befahrbar), am Lauf des Sendersbach entlang bis unterhalb
der grandiosen Felsen der Kalkkögel die Alm auftaucht. Vorsicht
vor rasanten Schlittenfahrern!
Aufstieg Gipfel
Von der Alm halten wir zunächst östlich auf die Felstürme
der Kalkkögel zu. Mit einem Rechtsbogen folgen wir dem Griesbach
bis unterhalb der Adolf-Pichler-Hütte 1977m (im Winter nicht
bewirtschaftet) (ca 50 Min. von der Alm) . Ein kurzer Aufschwung
bringt uns in breites sanftwelliges Gelände. Weiter gleiten
wir Richtung Süden bis wir uns immer mehr den markanten Felsen
nähern. Nach einem weiteren kurzen Aufschwung stehen wir am
Rande der kritischen Traversierung hinüber zum Seejöchl
2518m. Beeindruckend liegt dieser ca.35 Grad steile Hang zwischen
Riepenwand und Schlicker Seespitze. Die wunderschönen Felsforamtionen
lassen Dolomiti-Feeling aufkommen. Vom Joch folgen wir dem zunächst
etwas schmalen Gratverlauf zum Vorgipfel ehe wir auf dem breiter
werdenden Rücken zum Kreuz des Gamskogels aufsteigen. Nach
Süden haben wir nun die großen Stubaier vor uns. Im Westen
können wir die markante Eiswand des Olperers in den Tuxer Alpen
erkennen.
Abfahrt
Wir kehren zum Seejöchl zurück, queren bei sicheren Verhältnissen
bis zur Mitte des Steilhanges und schwingen dann in einem wahrhaften
Pulvertraum bis ins Sendersbachtal hinunter von wo wir in bester
Langlaufmanier zur Kemater Alm zurückgleiten. Hier genießen
wir vor der Hütte in der Sonne noch einmal den wirklich guten
frisch gemachten Apfelstrudel des Hauses bevor wir auf der Rodelbahn
ins Tal schlittern.
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