2012: der hausgemachte Apfelstrudel
ist nach wie vor ein Renner...
2005: Erneuerung des Brunnens
1963: Lawinenkatastrophe im Kemateralmgebiet
1961: Bau der Hirtenhütte
1932: Einweihung der Kapelle auf der Kemater Alm (entworfen
von Herrn Hofrat Menardi aus Kematen)
1848: Die Gemeinde Kematen wird freier Eigentümer
der Alm
1777: Richterstreit über die Zuständigkeit zwischen
Axams (Frauenchiemsee) und Wilten (Wilten bekam Recht)
1352: verlieh das Stift Wilten der Gemeinde Kematen den
"Berg Senders" zum ständigen Baurecht gegen eine
jährliche Gülte von 26 Pfund Berner Pfennige.
1142: Bischof Reginbert von Brixen verlieh dem Stift Wilten
den "montem alpium Senders", und zwar wie die Urkunde
angibt, vom Eingange des Berges zu beiden Seiten des Baches auf
der linken von der Mitte des "Kuelänner", auf der
rechten vom "stritigen Länner" bis zum innersten
Grunde des Tales und auf den Grat des Berges.
Auf der Alm liegt eine Mappe auf mit genau recherchiertem Material
über das Gebiet: Urkunden, Besitzer, historische Bilder etc.
EINE SAGE - DER PUTZ AUF DER
KEMATER ALM
Ein Viehdoctor, der sonst an keinen Geist glaubte, wurde einmal
auf die Kemater Alm geholt. Da er dort länger zu thun hatte,
musste er in der Hütte übernachten. Derselbe hatte noch
nicht lange geschlafen, als er durch einen Heidenlärm geweckt
wurde.
Es warf die Pfannen durcheinander, machte sich bei den Seihen
und Schüsseln zu schaffen, kurz, es war ein "Geklumper",
wie er es sein Lebtag noch nie gehört hatte. Die Sennen nickten
einander geheimnisvoll zu, der Thierarzt aber wollte wissen, was
denn hier dahinter stecke. Alle erhoben sich nun vom Lager, machten
Feuer auf, um das sie sich herum setzten und ihre Pfeifen stopften.
Der Lärm in der Hütte war zwar nun verstummt, desto
ärger aber giegns draußen los; das Vieh schnaubte und
brüllte und es herrschte ein solches Getrampel und "G'steaß",
dass man glauben konnte, der Teufel wäre los. Dabei näherten
sich schwere Schritte der Hüttenthüre, und die Sennen
glaubten alle Augenblicke, es kommt jemand zu ihnen herein. Als
der Aufruhr immer größer wurde, verließen sie
die Hütte, um nach dem Vieh zu sehen. Dieses lag aber ruhig
im Gehege. Von nun an behauptete der Thierarzt gewiss nie mehr,
dass es keine Geister gebe.
Da so ziemlich auf jeder Alpe ein Putz haust, besonders wenn die
Senner bereits abgefahren sind, ist es rathsam, falls man ungestört
übernachten will, beim Betreten der Hütte zu sagen:
"I wear woll do in Gotts Nommen ibernocht'n dearfn!"
Dann kann einem selbst der bösartigste Putz nichts mehr anhaben,
und man wird die ganze nacht ruhig schlafen können.
Quelle: Sagen aus Innsbruck's Umgebung, mit besonderer Berücksichtigung
des Zillerthales. (Gesammelt und herausgegeben von Adolf
Ferdinand Dörler, Innsbruck 1895, Nr 21, Seite 18f.)